Hakone seki 
Die Barriere von Hakone

 

Tokugawa Shogunat
Nach der Reichseinigung, durch das Tokugawa Shogunat im 17. Jhdt, bestand eines der Hauptdruckmittel der neuen Regierung gegenüber den einzelnen Fürstenhäusern darin, sie zu verpflichten, einen Teil ihrer Familie in der Hauptstadt einzuquartieren und sie somit unter Kontrolle des Shogunats zu geben..

Seki
Diese Familien konnten so bei Rebellionen des Adels in den entlegenen Provinzen sofort als Geiseln genommen werden. Die Barrieren (Seki) an strategischen Punkten auf dem Weg von der Hauptstadt zu den Provinzen sollten vor allem die Flucht der Familienangehörigen aus Edo sowie den verbotenen Transport von Feuerwaffen von und nach Edo (Tokyo) verhindern.

Hakone seki
Der Kontrollpunkt von Hakone wurde 1619 auf der am Ashinoko See vorbei führenden Tokaido-Heerstraße eröffnet. Zum Personal des Kontrollpunktes gehörte ein Bangashira (Vorsteher), ein Yokometsuke (Assistent), 3 Joban (Wachen) sowie über 15 Ashigaru (Fußsoldaten).  In Hakone verrichtete außerdem eine Hitomi ihren Dienst - eine Frau, die speziell für die Inspektion weiblicher Reisender verantwortlich war.

Mitsu dogu
Hauptsächlich für den Dienst der Sicherheitskräfte wurden in Japan spezielle Waffenformen entwickelt - die Mitsu dogu sind eine Sammlung aus 3 Langwaffen, deren Aufgabe nicht primär das Töten eines Gegners war. Sodegarami (Ärmelgreifer), Tsukubo (Stoßstock) und Sasumata (Gabel) wurden benutzt, um Delinquenten auf Distanz zu halten oder gefangen zu nehmen.

Tokugawa Yoshimune
Außerdem waren die Kontrollpunkte dafür verantwortlich, den Durchgangsverkehr von Händlern, Bauern und Samurai zu überwachen. Ab der Regierungszeit Tokugawa Yoshimunes (1684 – 1751) waren illegale Übertretungen der Provinzgrenzen per Edikt unter Strafe gestellt. Diese Gesetze, welche durch die Barrieren aufrechterhalten wurden, sollten vor allem die Konspirationen der Fürsten gegenüber der Regierung erschweren.

 

Fotos: Ulf Lehmann, Hakone © 2001