Kurama dera 
Tempel und Tengu

 

Kurama dera
Nördlich der alten Hauptstadt Kyoto findet man einen Bergtempel, der eng mit der Entwicklung der Kriegskünste in Japan verbunden ist - der Kurama dera. Er gilt als Geburtsort vieler westjapanischen Fechtstile, welche sich auf das Ursystem Kyohachi ryu berufen.

Kiichi Hogen
Einer der bedeutendsten Persönlichkeiten, welche mit dem Kurama dera in Verbindung gebracht werden, ist Kiichi Hogen. Er gilt als Gründer der Kyohachi ryu  und wird als Schwertmeister und großer Stratege beschrieben.

Minamoto Yoshitsune
Eine andere Berühmtheit ist Minamoto Yoshitsune. Er verbrachte unter dem Namen Uchiwakamaru seine Kindheit im Tempel, wohin er als Geisel des verfeindeten Taira-Clans verbannt wurde. 

Tengu
Er verbrachte seine Zeit im Tempel jedoch nicht mit religiösen Zeremonien. Wie die Legende erzählt, wurde er von in den Bergen lebenden Tengu im Schwertkampf und Strategie unterrichtet.
(im Bild sieht man die Tengu-Dämonen in den Bäumen sitzend, wie sie kämpfende Krieger beobachten) 

Tengu
Der Platz, an dem Yoshitsune seine Ausbildung von den Tengu erhielt, wird heute von einem Schrein gesäumt, welcher als Symbol einen Tengu-Fächer führt. Der Schrein ist Fudo-Myo geweiht.

Yoshitsune
Als Yohitsune 15 Jahre alt war verließ er den Tempel, um seine Familie im Kampf gegen den Taira-Clan zu unterstützen. Man sagt, er habe sich täglich an einem Stein gemessen, um festzustellen, daß er alt genug für den Kampf sein. Der Stein ist noch heute auf dem Kurama zu sehen.

Minamoto 
Die Gedenk-Pagode für Yoshitsune erinnert an einen der berühmtesten Bewohner des Tempels. Sein Leben und seine Abenteuer sind heute Inhalt unzähliger Bücher, Theaterstücke und Filme, welche auch  untrennbar mit dem Kurama dera verbunden sind.

 

Fotos: Ulf Lehmann, Kurama / Kyoto © 2003